Im Mutterleib lernen wir die Melodie unseres Lebens (Barbara Findeisen)

 

Einige der allgemein üblichen und relativ häufig auftretenden Selbstregulierungsstörungen des Neugeborenen, wie z.B. Schlafstörungen, Affektkrämpfe, Essensprobleme, stehen oft in Zusammenhang mit einer gewissen Bindungsstörung der das Baby betreuenden Person, in den meisten Fällen ist das die Mutter. Das ist auf keinen Fall als "Elternschelte" zu verstehen. Bindungsstörungen ergeben sich durch bestimmte Erlebnisse in der eigenen Kindheit, die nach-und aufgearbeitet werden können.

 

Die Bindungsanalyse kann dazu beitragen, dass diese Selbstregulierungsstörungen gar nicht erst auftreten. Da Bindung ein Primärbedürfnis des Säuglings ist und er ohne emotionale, liebevolle und ihm zugeneigte Bindung nicht wachsen und gedeihen kann, sollte sich die Schwangere mit ihrer Bindungsfähigkeit auseinandersetzen. Wenn es in diesem Bereich Probleme gibt, die mit Unterstützung der Bindungsanalyikerin aufgearbeitet werden können, wird die emotionale und mentale Kontaktaufnahme zu dem Ungeborenen sehr viel einfacher. 

 

Das ungeborene Kind erlebt sich durch die besondere Kontaktaufnahme mit seiner Mutter, die in den Sitzungen derr Bindungsanalysee möglich werden, von Anfang an als eine wahrgenommene, geachtete und geliebte Persönlichkeit, die besten Voraussetzungen also für die Entwicklung einer tiefen Bindung. Durch den inneren Dialog wird ein „sicherer Raum“ für das ungeborene Kind geschaffen, in dem es die Möglichkeit erhält, sein Selbstwertgefühl und sein Selbstbewusstsein zu entwickeln, unabdingbare Grundlagen für eine positive, harmonische und störungsfreie Entwicklung von Körper und Psyche. Diese Vorgehensweise trägt auch entscheidend zu der Reifung des Gehirns bei und regt dessen Funktionsweise an.

 

Durch die geringere Belastung bei der Geburt schreien die Babys seltener, schlafen nachts länger durch, nach der Geburt wenden sie sich neugierig der Welt zu, sind emotional stabil und zeigen das in der Gebärmutter erfahrene Selbstwertgefühl schon deutlich.

 

 

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